HOG Probstdorf (im Harbachtal)
            Herzlich willkommen           Ät froåt es doåt er sed kunn

Tradition heißt nicht, Asche verwahren,

                        sondern eine Flamme am Brennen halten.

Jean Jaurés    (1859 - 1914), französischer Philosoph, Politiker und Publizist

 

"In Siebenbürgen lebten und leben seit vielen Jahrhunderten Ungarn, Rumänen, Sachsen und andere kleinere ethnische Gruppen miteinander, und schon deshalb nimmt Siebenbürgen einen sprachlich, religiös und kulturell besonderen Platz in Europa ein."  (www.arcanum.hu...kurze Geschichte Siebenbürgens...Vorwort) 

 

Kurzer geschichtlicher Überblick

 Die Geschichte Probstdorfs beginnt im Mittelalter des 12. und 13.Jh., als der ungarische König Geisa II (Géza II) deutsche Siedler nach Siebenbürgen rief, um die Grenzen zu sichern – „ad retinendam coronam“ - zum Schutz der Krone. Sie kamen hauptsächlich aus Flandern, Franken und Luxemburg und wurden in kaum bevölkerte Gebiete angesiedelt, auf dem menschenleeren Hochland zwischen den Flüssen Alt, Harbach und Kokel (Hermannstädter Gau), in der Bistritzer Gegend (Nösner Gau) und im Radnaer Gebirge, in Transsylvanien dem Land "jenseits des Waldes".

 Probstdorf wird 1223 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Dorf geriet sehr früh in den Besitz der Hermannstädter Propstei, daher auch der Name „Probstdorf“, also das Dorf des Propstes (Villa praepositi). Erst viele Jahre später, als die Hermannstädter Propstei aufgelöst wurde, gelangte Probstdorf als freie Gemeinde unter die Verwaltung des Schen­ker Stuhls. Das Dorf erlebte mit Siebenbürgen eine dramatische und wechselhafte Geschichte unter türkischer, ungarischer, österreichischer, rumänischer und kommu­nis­tischer Herrschaft. Ver­­­schiedene Sprachen, Völker und Mentalitäten haben ihren Nieder­schlag in der Volkskunst und des Brauchtums, in Kirchenburgen und Friedhöfen zurück­gelassen. Die meisten Probstdorfer Sachsen haben ihr Dorf nach der Wende von 1989 verlassen. Heute zählen zu den verbliebenen wenigen Familien mit sächsischem Ursprung 17 Personen. 1966 waren es noch 317!

...mehr zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen!

  

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